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LWL-Klinik Marl-Sinsen verabschiedet Rektor der Klinikschule

Klaus Röder hinterlässt Schule mit modernster Technik

Marl (lwl). „Sie sind ein Kümmerer! Ohne Sie wäre unsere Schule jetzt nicht so hervorragend ausgestattet und vernetzt“, mit diesen Worten verabschiedete Dr. Daniel Napieralski Rahn, den Rektor der LWL-Klinikschule in der LWL-Klinik Marl-Sinsen Klaus Röder in den Ruhestand. Damit sprach der Kaufmännische Direktor im Namen der Betriebsleitung der Marler Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Auch Uwe Eisenberg, Hauptdezernent für Förderschulen und Schulen für Kranke der Bezirksregierung Münster, war zur Verabschiedung angereist und beglückwünschte mit einem Augenzwinkern auch sich selbst: „Es war eine super Idee von mir, Dich als Rektor an diese Schule einzuladen!“

In seinen sechs Jahren als Rektor hat der Sonderpädagoge Klaus Röder maßgeblich an der Umgestaltung der Klinikschule, die seit 1970 Patient:innen der LWL-Klinik Marl-Sinsen unterrichtet, mitgewirkt. Die neuen, hell und freundlich gestalteten Schulräume laden die jungen Menschen zum gemeinsamen Lernen ein. Wo früher jeweils eine herkömmliche Tafel stand, hängt jetzt ein sogenanntes interaktives Display. Mithilfe dieses Flachbildschirms können Schüler und Lehrer zum Beispiel gemeinsam Informationssendungen im Internet anschauen. Auch eine Interaktion mit den neu angeschafften iPads oder Notebooks der einzelnen Schülerinnen ist möglich. So haben die jungen Patientinnen unter anderem die Gelegenheit, auf diesem Bildschirm Ergebnisse, die sie auf ihrem iPad oder Notebook erarbeitet haben, der ganzen Gruppe zu präsentieren.

Doch eine moderne Technik funktioniert nur so gut, wie die Kommunikation der Beteiligten untereinander. Und die sei unter Schulleiter Klaus Röder hervorragend, so Napieralski-Rahn. Es bestehe ein enger Austausch zwischen dem Kollegium und dem multiprofessonellen LWL-Klinik-Team, der eine passgenaue Beschulungssituation für die Schüler:innen ermögliche. Diesen Weg wolle man weitergehen. „Trotzdem gibt es noch viel zu tun“, so Klaus Röder, dazu gehöre auch die Umbenennung der Schule, weg von dem Titel „Schule für Kranke“ um eine Entstigmatisierung der Schülerschaft zu fördern. “ Er habe sich in Marl immer gut aufgehoben gefühlt und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Klinik, seinem Kollegium und den Schüler:innen geschätzt, resümiert der Sonderpädagoge. Er schaue positiv in die Zukunft, so der Rektor: „Ich freue mich zu hören, wie gut es hier weiterläuft!“

 

Hintergrund

Durchschnittlich 1150 Schülerinnen und Schüler werden pro Jahr an der Schule in der Haard unterrichtet. Das Kollegium besteht aus 27 Lehrkräften aus fast allen Schulbereichen, von der Förderschule bis zur gymnasialen Oberstufe. Der Unterricht erfolgt in der Regel im Klassenverband. Bis zu 28 Wochenstunden sind möglich. Hierzu stehen auf dem Gelände der LWL-Klinik Marl-Sinsen mehrere Schulgebäude zur Verfügung. Können Patienten aufgrund ihrer Erkrankung nicht am Unterricht im Klassenverband teilnehmen, werden sie von den Pädagoginnen und Pädagogen auf den Stationen beschult. Auch die an die LWL-Klinik Marl-Sinsen angeschlossenen LWL-Tageskliniken in Recklinghausen und Bottrop gehören zum Einzugsbiet der LWL-Klinikschule in der Marl-Sinsen - Schule in der Haard.

Der Ausbau und die Renovierung der Schule waren aufgrund der Förderung durch das Projekt „Gute Schule 2020“ des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) und die tatkräftige Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) möglich.

Bilder: LWL/Seifert

1: Verabschiedeten Klaus Röder (3.v.l): Andrè Seifert, stellvertretender Pflegedirektor der LWL-Klinik Marl-Sinsen, Uwe Eisenberg, Hauptdezernent d. Bezirksregierung Münster für Förderschulen und Schulen für Kranke, und Dr. Daniel Napieralski-Rahn, Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik Marl-Sinsen.