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Das Bild zeigt ein kunetrbuntes Bällebad.

Ergänzende Spezialtherapien

Snoezelen

Snoezelen ist eine besondere Methode, sich zu entspannen oder sich anregen zu lassen. Dabei werden die Sinne wie Hören, Riechen, Schmecken, Sehen und auch Spüren oder Fühlen angesprochen. Snoezelen ist für alle Menschen, die Ruhe und Entspannung aber auch Anregung suchen, geeignet. Es wird überwiegend in der Gerontopsychiatrie und für Menschen mit Lernschwierigkeiten eingesetzt, kann jedoch auch für psychisch und körperlich beeinträchtigte Menschen genutzt werden. Beim Snoezelen soll in erster Linie Wohlbehagen und das Gefühl von Sicherheit erzeugt werden.

Diese besondere Entspannungstherapie wird in besonders gestalteten Räumen angeboten. Snoezelenräume sind mit Farbprojektoren, Lichtspots o.ä. ausgestattet. An die meist weißen Wände und Raumdecken werden farbige Figuren, ein Sternenhimmel oder andere Farb- und Lichtelemente projiziert. Die Farben können dabei ineinanderfließen und das Licht gedimmt werden. Auch eine Wassersäule kommt zum Einsatz. Zudem ist der Raum mit bequemen Sitz- und Liegegelegenheiten ausgestattet. Der Tastsinn kann durch Igelbälle, der Bewegungssinn durch Einsatz eines Wasserbetts angesprochen werden. Neben optischen Reizen werden entspannende Klänge und Musik angeboten. Es können zudem bestimmte Aromen den Geruchssinn anregen.

Gesnoezelt wird in therapeutischer Begleitung. Die begleitenden Personen sollen die persönlichen Sinnesvorlieben der Betroffenen kennen, um Materialien, wie Farben oder Musik, gezielt einzusetzen. Typische Ziele einer Snoezelen-Sitzung sind der Abbau von Stress und Ängsten, die Entspannung und die ruhige Atmung. Die Methode kann auch dazu dienen, entspannte Kontakte und Beziehungen unter den Beteiligten aufzubauen. Eine Snoezelensitzung endet mit aktivierenden Übungen. Auf diese Weise wird die Wachheit gefördert und das Herz- Kreislaufsystem aktiviert.

Snoezelen ist ein Begriff, der aus dem holländischen stammt. Das Wort verbindet die beiden Begriffe „snuffelen“ (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummern).